Freitag, 06.01.2006, 15:38 Uhr
Meine Gedanken haben sich vorgenommen mich zur Weisglut zu bringen. Sie verarschen mich. Sie spielen Verstecken und jedes Mal wenn ich der Meinung bin ich hab sie entdeckt, dann verschwinden sie wieder und lassen mich stehen wie einen Idioten, der sich gerade eine Tüte Softeis gekauft hat und genüsslich seine Zunge der weichen, sahnigen Kugel entgegenstreckt, diese jedoch nichts besseres zu tun hat als aus der Waffel zu fallen und geräuschvoll sich auf dem dreckigen Boden ihrer Form entledigt. Es gelingt mir nicht, sie in eine geordnete Bahn zu lenken. Es sind so viele – und ich allein gegen alle. Das ist mehr als gemein.
Sie zu ordnen, in die dazugehörigen Gehirnquadrate zu stecken und sie darauf warten zu lassen bis gerade der ein oder andere an der Reihe ist bin ich momentan irgendwie nicht in der Lage. Ein Frühjahrsputz wäre angesagt – eine Aussortierung und eine Säuberung. Die unwichtigen sollte ich vielleicht ganz nach unten räumen. Aber wer entscheidet wenn nicht ich, wie unwichtig nun der ein oder andere Gedanke ist? Es ist echt zum kotzen – Wie immer bleibt mal wieder alles an mir hängen. Ich sollte sie einfach betäuben, damit sie Ruhe geben und sich von alleine zurück ziehen in eine versteckte Windung meines Gehirns, welches sich, obwohl weder ein Rummel noch eine Kirmes, schon gar kein Grund für eine Festlichkeit vorhanden ist, sich dreht wie ein Karussell welches außer Kontrolle geraten ist und mit einer Geschwindigkeit vor sich hin rast, die beängstigend ist.
Strategie! – es braucht wahrscheinlich einer solchen und ich müsste versuchen eine auszuarbeiten. Wie bekämpft man diese ewig lebenden, aus der Vergangenheit sich hochziehenden Erinnerungen die keiner mehr braucht? Die eigentlich nur Unheil stiften und das eh schon vorhandene Chaos noch vergrößern? Ich hab keine Ahnung und bin für jedweden Vorschlag dankbar. Wer gibt ihnen das Recht, mir jedes Mal wenn ich denke, sie sind greifbar mich eines besseren zu belehren? Die Anarchie in meinem Schädel widersetzt sich jeder Norm und tanzt unverschämt mal Tango und mal Pogo.
Ich brauch ein Aspirin...
B.S.
Sit venia verbo
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"Es ist nicht wahr, wie viele heute glauben, dass man nur den Menschen
Pillen und Kondome geben müsste, um das Gespenst der Überbevölkerung zu
bannen. De...
Vor 9 Stunden
Oh man das kenn ich selber so gut.
AntwortenLöschenWenn einen in einem Moment der Schwäche, genau dann, wenn man sich in Sicherheit wiegt und sich entspannt, ein alter Gedanke anspringt, sich festbeisst und nicht mehr loslässt.
Da hilft nichts - nur liegen bleiben. Man muss liegen lernen, also das aktive Nichtstun praktizieren und dem Gedanken mit Abstand zusehen, bis sich dieser aus Langeweile wieder verdrückt.
Nicht das das leicht wäre. Aber es gibt nichts besseres, weil man seine Dämonen nicht loswird.