Freitag, 27. August 2010

Der schmale Grat

(alte Texte durchwühlt..)
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Es schneidet sich, macht sich gegenseitig kaputt: Der Lockruf des Lebens und die Lethargie, die sich in mir breit macht. Für eines muss ich mich entscheiden. Momentan habe ich auch Lust auf Leben, nicht auf das Leben das man sich mit Geld erkaufen kann. Nein, eher auf das Leben das so reich ist an Erfahrungen, die man nur greifen kann wenn man sie auch zulässt und sie nicht von vornherein als Irrsinn weg schiebt. Ich merke immer mehr, dass so vieles vorhanden ist, was ich früher überhaupt nicht wahr nahm, einfach weil ich nicht glauben konnte, dass so etwas überhaupt Realität sein könnte. Ich habe keine Angst mehr verrückt zu sein weil ich anders denke, anders fühle, anders bin. Ich bin wirklich das was ich spüre. Das Schöne daran ist, erfahren zu dürfen dass ich nicht alleine bin und dass es mehr von meiner „Art“ gibt auf diesem Planeten. Ich bin mir sicher, ja ich weiß es genau: Ich habe meinen Sinn im großen Ganzen dieses allumfassenden Universums. Ich bin ein Teil der Ewigkeit.

Halt, ich habe mich getäuscht. Es macht sich nicht gegenseitig kaputt, zerstört sich - Nein im Gegenteil: Das Eine würde ohne das Andere nicht greifbar sein. Es gehört zusammen, ergänzt sich wie Musik und Tanz, wie Sonne und Leben, wie Luft und Atmen, wie Leben und Tod. Ich bin Leben, bin lebendig, auch wenn ich manchmal mehr dem Tod ähnlicher scheine. Ich lebe, und spüre, kann denken, glauben und wissen, dass ohne mich alles anders wäre. Ich bin ein Baustein, wenn auch nur ein sehr kleiner – aber ohne mich würde alles nicht funktionieren. Ich bin da – bin noch da, und werde bleiben.

B.S.
22.1.2008

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